Suche in http://teilhabe-gerechtigkeit.de/
3. März 2008

Kongress im Ämterhaus

Remscheid (RP) Viel politische Prominenz mit dem Bundesvorsitzenden Reinhard Bütikofer vorneweg versammelten die Grünen am Samstag in Remscheid. Es ging um Zukunftsthemen wie Teilhabe und Gerechtigkeit.

Zugegeben, sagte der Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen, in Remscheid sei er zuvor noch nie gewesen. "Und der Empfang an der Bahnhofsbaustelle war auch nicht so toll?, scherzte Reinhard Bütikofer. Er war eines der prominentesten Grünen Gesichter, als er in der Mittagspause des Zukunftskongresses seiner Partei der Presse Rede und Antwort stand. Am Samstag diskutierte er mit seinen Parteifreunden vom Grünen Bezirksverband Niederrhein-Wupper im Remscheider Ämterhaus über das Bild der Gesellschaft von morgen.

 

Rund 120 Teilnehmer beschäftigten sich mit der Frage, wie Chancengleichheit im Sinne von Teilhabe und Gerechtigkeit an gesellschaftlichen Gütern zukünftig verwirklicht werden kann. Bei Workshops und Podiumsveranstaltungen kamen bekannte Vertreter aus der Landes- und Bundespolitik zu Wort.

 

Renate Künast entschuldigt

Zwar hatte Renate Künast das Sturmtief "Emma? einen Strich durch die Rechnung gemacht; ihr Flieger aus Berlin hob ob der angekündigten Orkanböen nicht ab, so musste die Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion den Samstag in der Hauptstadt statt in Remscheid verbringen. "Sie hat mehrfach angerufen und sich entschuldigt. Ich glaube, sie wäre sehr gerne zum Kongress gekommen?, berichtete Kreisvorsitzender Frank vom Scheidt.

 

Doch mit Sylvia Löhrmann, der Vorsitzenden der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, der sozialpolitischen Sprecherin Barbara Steffens und den Landesvorsitzenden Daniela Schneckenburger und Arndt Klocke gab es weitere kompetente Gesprächspartner, die ihre Positionen zur Diskussion stellten.

 

Außerdem ließen die Grünen auch Vertreter der Kirchen, der Gewerkschaften (Guntram Schneider, DGB) und mit SPD-Mitglied Florian Gerster, dem früheren Chef der Bundesagentur für Arbeit, auch Vertreter anderer politischer Couleur zu Wort kommen.

 

Dass der Sozialstaat der Zukunft ein für seine Partei zentrales Thema ist, machte Reinhard Bütikofer beim Pressegespräch in wenigen Minuten deutlich. Routiniert warb er für die bekannten Positionen wie gravierende Veränderungen in der Bildungspolitik, die Forderung nach Mindestlöhnen und einer Bürgerversicherung. Doch sind dies überhaupt Inhalte, für die sich Kommunalpolitiker, wie sie sich derzeit in Remscheid mit ganz anderen Problemen beschäftigen müssen, vordergründig interessieren können? "Unbedingt?, meint Bütikofer, "denn auf der staatlichen Ebene müssen Räume geschaffen werden, damit Politik vor Ort gestalten kann."

 

Insgesamt sei der Teilhabe-Kongress ein großer Erfolg gewesen, resümierte Frank vom Scheidt. Er habe von vielen Teilnehmern positive Rückmeldungen erfahren. Und auch Reinhard Bütikofer wird Remscheid erneut einen Besuch abstatten: "Ich komm? noch mal wieder. Wenn der Bahnhof fertig ist."